Verfahrenspflegschaft

Der Betreuungsverein der Diakonie Aachen e.V. führt neben den gesetzlichen Betreuungen auch Verfahrenspflegschaften. Vom Gericht werden die jeweiligen Vereinsbetreuer zum Verfahrenspfleger für die Betroffenen bestellt.

Ein Verfahrenspfleger wird bei einer Betreuungsüberprüfung, d.h. wenn der Bewilligungszeitraum der laufenden Betreuung beendet ist oder eine Betreuung neu beantragt wird, zum Betreuungsverfahren hinzugezogen.

Die Aufgabe des Verfahrenspflegers ist es, dem Betroffenen das gerichtliche Betreuungsverfahren zu erläutern sowie die Wünsche und Interessen des Betroffenen zu wahren. Er führt Gespräche mit dem Betroffenen und seinen Angehörigen um einen Eindruck von der sozialen und gesundheitlichen Situation des Betroffenen zu erhalten. Der Unterstützungsbedarf des Betroffenen wird ermittelt. Die Ergebnisse der Ermittlungen werden dann in Form eines Sozialberichtes an den zuständigen Richter des Betreuungsgerichts übermittelt.

Im Anschluss daran wird vor Einrichtung oder Verlängerung der Betreuung noch eine richterliche Anhörung, an dem der Verfahrenspfleger auch teilnimmt, stattfinden.

Gesetzliche Grundlage

Die gesetzliche Grundlage für die Bestellung eines Verfahrenspflegers ist im Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG) zu finden.

Im § 276 FamFG wird besonders hervorgehoben, dass ein Verfahrenspfleger zu bestellen ist:
1.wenn von der persönlichen Anhörung des Betroffenen abgesehen werden soll
2.wenn Gegenstand des Verfahrens die Anordnung einer Betreuung für alle Angelegenheiten ist

© Betreuungsverein der Diakonie Aachen e.V. 2017. Alle Rechte vorbehalten. Impressum.

barrierearme Homepage.
Nutzen Sie die Funktionen zur Kontrasterhöhung oder Textvergrößerung am linken Bildschirmrand.